Kategorie: relevant-Bochum

  • Pop-Up-Radweg auf dem Südring in acht Minuten (Pressemitteilung)

    Pop-Up-Radweg auf dem Südring in acht Minuten (Pressemitteilung)

    Samstag, 6. Juni 2020: Die Radwende begeht den ersten Jahrestag der Ausrufung des Klimanotstands in Bochum mit der Demonstration des schnellen Auf- und Abbaus eines verkehrssicheren, kostengünstigen und ressourcenleichten Radwegs, einem so genannten Pop-Up-Radweg. Rund 250 Radfahrer*innen, darunter Familien mit Kindern, nutzen ihn begeistert.

    Um 14 Uhr startete am Samstag bei schönstem Wetter auf dem Kurt-Schumacher-Platz am Eingang zur Einkaufszone die Demonstration des Radwende Bündnis. Die Radwende hatte in Coronazeiten nur 50 Personen angemeldet. Zur Auftaktkundgebung sollten sie auf abstandskorrekten Markierungen stehen. Etwa 250 Radfahrer*innen waren jedoch schließlich gekommen und konnten erfolgreich den zuvor schnell eingerichteten Pop-Up-Radweg geschickt werden.

    Nur acht Minuten hatte die Einrichtung der etwa 500 Meter langen Radspur zwischen dem Kurt-Schumacher-Platz vor dem Hauptbahnhof bis zur Viktoriastraße gedauert. Radwende-Mitglieder hatten mit im Abstand von wenigen Metern aufgestellten professionellen rot-weißen Leitkegel zur Verkehrssicherung die zweispurige Straße in eine Auto- und eine Radspur geteilt – ein so genannter Pop-Up-Radweg entstand.

    Die Polizei hatte dabei nicht viel zu tun, sie kontrollierte lediglich, ob die Sprühkreide, mit der die Aktivist*innen das Radweg-Symbol auf die Straße gesprüht hatten, nicht eventuell doch permanent sein könnte.

    Mit Abstand und in mehreren Blöcken starteten die Radler*innen auf die leider nur sehr kurze Strecke. Anders als bei normalen Demos mussten sie sich auch an die Regeln der Straßenverkehrsordnung halten und stoppten an den Ampeln – schließlich waren sie auch ohne Polizeibegleitung im dichten Samstagsverkehr unterwegs.

    Die Radwende wollte so zeigen, wie komfortabel und gewöhnlich ein Pop-Radweg sein kann. Auf diesem gelten natürlich auch die normalen Regeln des Straßenverkehrs, auch wenn er vom Autoverkehr deutlich getrennt ist. Bis auf den Entfall einer Fahrspur ergab der Aufbau auch für den Autoverkehr keine Probleme. Die Autofahrer*innen konnten in die und aus den einmündenden Straßen ein- und abbiegen, selbst die Bussfahrer*innen kamen ohne weiteres durch eine allerdings immer wieder zu öffnende Lücke in der Leitkegelreihe zum Halt an der großen Bushaltestelle vor der Kortumstraße. Mit einer entsprechenden Beschilderung, wie sie die Radwende an den Einmündungen und eingesetzt hatte, wäre auch dies ohne Aufwand möglich.

    An der Kreuzung setzten die Teilnehmer auf die andere Seite des Südrings und fuhren zum Hauptbahnhof zurück – allerdings dort nicht geschützt durch eine Pop-Up-Spur. Den Unterschied konnten sie hautnah spüren, selbst wenn ihnen die Gruppen der vielen Radler*innen Sicherheit gab. Denn die durch die neue Straßenverkehrsordnung eigentlich bekannter gewordenen Abstandsregel von 1,50 Meter für das Überholen durch Autos erhöht das Sicherheitsgefühl nur, wenn ohne markierte Trennung auch die Geschwindigkeit der Überholenden reduziert ist und Autofahrer*innen aufmerksam sind.

    Das war zumindest das Fazit vieler Teilnehmer*innen gegenüber den Radwende-Veranstalter*innen. Gerade Eltern mit Kindern spürten den Unterschied deutlich. „Der Pop-Up-Radweg erzeugt viel mehr Sicherheit bei mir und sichtbar auch bei meiner Tochter“, äußerte sich ein Vater. „Niemals würde ich mit meinem Kind auf dem Rad über den Ring fahren, ohne eine solche Sicherung oder wenn nicht mehr Menschen mit dem Rad unterwegs sind“, sagte eine Mutter.

    „Steigt die Zahl der Radfahrer*innen auf den Straßen, steigt auch die Sicherheit für sie, das zeigt sich hier ganz deutlich“, sagte ein Mitradler. „In Städten, in denen mehr Radfahrer*innen unterwegs sind, oder wie jetzt auf dem Südring, wächst auch die Rücksicht der Autofahrer*innen.“

    Auch andere Teilnehmer*innen berichteten, dass sie eigentlich keine bösen Worte von den überholenden Autofahrer*innen hören mussten. „Alle waren sehr freundlich und rücksichtsvoll“, meinte eine Radlerin, „obwohl der Ring offenbar auch wegen des kostenlosen Parkangebots sehr stark befahren war.“

    Damit zeigte das zweite Experiment eines Pop-Up-Radwegs auf dem Ring wieder deutlich, wie schnell und kostengünstig mehr Radmobilität in der Stadt möglich wäre. Glaubt man den Berliner Erfahrungen, kostet die Einrichtung von Pop-Up-Radwegen etwa 50-mal weniger als permanente Straßenumbauten, von der Ökobilanz und den jahrelangen Planungszeiträumen ganz zu schweigen.

    Dass sich mit einer Verbesserung der Radmobilität auch die stagnierende Klimabilanz der Stadt verbessern würde, war Thema des Redebeitrags der Auftaktkundgebung (siehe Anhang). Schließlich ist der der Verkehr mit einem CO2-Emissionsanteil von 37 Prozent der stärkste Klimatreiber. Mit der Erhöhung des Radverkehrsanteils von sieben auf 25 Prozent, wie ihn sich die Stadt seit 2016 als Mitglied der Arbeitsgemeinchaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte (AGFS) vorgenommen hat, wäre sicherlich eine entsprechende Reduktion sichtbar. Die Radwende bemängelt in der Rede deutlich, dass es überhaupt keine aktuellen Zahlen zu Klimanotstand und -bilanz in Bochum gibt.

    „Ein Radverkehrskonzept, was bis heute erst sechs Jahre lang unbearbeitet blieb, jetzt nach dem Ratsbeschluss aber in zwei Jahren kommen soll, wird erst in einigen Jahren nach der Umsetzung Erfolge zeigen“, meinte Christoph Bast von der Radwende. „Mit Pop-Up-Radwegen und Tempo 30 ließe sich dagegen innerhalb kürzester Zeit und ohne ressourcenintensiven Straßenbau selbst in der Autostadt Bochum mehr Radmobilität erzeugen – und damit auch der Klimanotstand verbessern.“

    Der Straßenumbau zum Auto-Südring erfolgte nach Ende der Demonstration sogar noch schneller. In sechs Minuten bauten nur wenige Aktive die Strecke zurück. „Wenn wir irgendwann die beiden innenliegenden Spuren des Rings zur Fahrradstraße machen wollen, brauchen wir mit den ressourcenleichten Pop-Up-Radwegen auch keine größeren Straßenumbauten. Das spart enorm viel an Energie und Baumaterial“, sind sich die Radwende-Aktivist*innen sicher.

    Trotz des nur kleinen Radkreisels auf dem Südring zeigten sich die meisten Teilnehmer*innen begeistert: „Das machen wir jetzt jede Woche“, war häufiger zu hören.

    Fotos zur freien Verwendung unter: https://www.radwende-bochum.de/2020/06/06/erste-fotos-radaktion-popup-radwege-fuer-bochum/


    Redebeitrag: Pop-Up-Radwege für Bochum

    Liebe Freundinnen und Freunde!

    Heute ist der erste Jahrestag des Klimanotstands in Bochum. Krass, was in diesem einen Jahr passiert ist.

    Klimaschutz ist jedenfalls DAS Thema in Bochum: Umweltfreundliches Bauen, Wärmewende, klimafreundliche Mobilität, Kinder, die sicher quer durch die Stadt radeln.

    Wahnsinn, was alles geht, hier wo das WIR noch zählt!

    Aber der Reihe nach:

    Vor einem Jahr hatte der Rat der Stadt tatsächlich beschlossen, dass mit der Ausrufung des Notstands alle städtischen Entscheidungen unter „Klimavorbehalt“ gestellt werden. Zumindest haben wir das damals so verstanden.

    Schließlich steht in der Resolution vom 6. Juni 2019:

    „Die Kommune erklärt den Climate Emergency und anerkennt damit die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe höchster Priorität.“

    Super. Eine tolle Anerkennung der Realität und der damals schon über ein halbes Jahr andauernden Proteste von Fridays-for-Future – die übrigens Teil des Bündnis Radwende sind.

    Jeden Freitag hatten sie demonstriert, bei Wind und Wetter. Sie waren nicht zu übersehen, sie nervten, waren jung – und fanden breite Unterstützung.

    SPD und Grüne erklärten in Bochum den Notstand. Den Klimanotstand. Auf der Basis von zwei Bürgeranträgen nach Paragraph 24 der Gemeindeordnung.

    Nicht zu fassen: Demokratie! Bürgerbeteiligung! Endlich lokal die menschengemachte Erderwärmung bekämpfen, die lokale Verantwortung für das begrenzte noch zu emittierende CO2-Budget anerkennen, der Rat, die Verwaltung, alle machen mit.

    Denn:

    „Die Kommune wird die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei jeglichen davon betroffenen Entscheidungen berücksichtigen und wenn immer möglich jene Entscheidungen prioritär behandeln, welche den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen.“

    vollständiger Artikel hier bei der Radwende, Redebeitrag



    Bilder auch beim AKU


    Auch auf Bo-Alternativ
    Bilder der Pop-up-Radweg-Aktion auf dem Südring
    Ein Jahr Verkündung des Klimanotstands in Bochum:
    Alles muss man selber machen: z. B. Pop-up-Radwege

  • Nahverkehr im Ruhrgebiet soll besser werden

    • 11-Punkte-Plan für besseren ÖPNV im Ruhrgebiet
    • Alle Verkehrsbetriebe wollen zusammenarbeiten
    • Tarifzonen und Fahrpläne sollen abgestimmt werden

    „1 Metropole – 11 Punkte – 12 Unternehmen“ lautet die Überschrift unter dem gemeinsamen Nahverkehrskonzept, das die Oberbürgermeister und Ländräte am Donnerstag (28.05.20) in Bochum unterschrieben haben. Mit dabei sind unter anderem der Kreis Recklinghausen, Mülheim und Dortmund. Ihr Ziel: Busse und Bahnen sollen in allen Städten besser aufeinander abgestimmt werden, pünktlicher und umweltschonender werden.

    “Unkompliziert durchs Ruhrgebiet”

    Eine Karte mit den Verkerhsbetrieben aus dem gesamten Ruhrgebiet

    Nahverkehrsbetriebe im Ruhrgebiet

    In einer gemeinsamen App sollen alle Angebote der Verkehrsbetriebe gebündelt werden. An den Stadtgrenzen machen Busse oder Bahnen dann nicht mehr Halt. “Für die Menschen im Ruhrgebiet ist es wichtig, sich möglichst unkompliziert kreuz und quer durch die Metropole Ruhr bewegen zu können,” sagt Frank Baranowski, der Gelsenkirchener Oberbürgermeister und Vorsitzende des Kommunalrates.

    Es braucht noch Zeit und Geld

    Allerdings müssen sich die Kunden der Verkehrsbetriebe noch gedulden. Die Verkehrsplaner brauchen noch bis mindestens zum Jahr 2023 Zeit, um Taktung, Tarife und die einzelnen Fahrpläne aufeinander abzustimmen.

    Bei der Umsetzung fordern die Oberbürgermeister und Landräte noch Geld von Land und Bund. Allein könnten das die Städte nicht stemmen, sagen sie.


    Siehe auch beim WDR


  • GLS Bank: Klimawandel ist größere Gefahr als das Coronavirus

    Bochum. Nach Einschätzung des Chefs der GLS Bank, Thomas Jorberg, geht vom Klimawandel eine größere Gefahr aus als von der Coronavirus-Pandemie.


    Der Vorstandssprecher der Bochumer GLS Bank, Thomas Jorberg, warnt angesichts der Corona-Krise vor zu wenigen Anstrengungen für den Klimaschutz. „Die Gefährdungslage durch die Klimakrise ist im Vergleich zum Coronavirus ungleich höher“, sagt Jorberg im Interview mit unserer Redaktion. „Schon heute sterben durch die Wetterereignisse, Brände, Stürme und Überflutungen unzählige Menschen, ganz zu schweigen von der sich weiterentwickelnden Gefährdung durch den Anstieg des Meeresspiegels.“ Die zukünftige Generation werde ihre Lebensgrundlage auf der Erde nicht mehr finden, wenn sich nichts ändere, mahnt der Chef der GLS Bank. „Wenn die Enkelgeneration die Älteren gefährdet, wie es jetzt der Fall ist, dann wird in der Politik gehandelt – und zwar mit unglaublichen Summen. Aber wenn die Älteren die Zukunft der nachfolgenden Generationen aufs Spiel setzen, wie bei der Klimakatastrophe, dann zögern wir.“ Das Interview im Wortlaut lesen Sie hier:


    Siehe WAZ : https://waz.de/wirtschaft/gls-bank-klimawandel-ist-groessere-gefahr-als-das-coronavirus-id229135158.html



  • Bochumer „Students for future“ eröffnen bundesweite „Public Climate School“

    Students for future

    Studierende laden zum offenen Hörsaal in Klimaschule

    Bochumer „Students for future“ eröffnen bundesweite „Public Climate School“. Auf dem Stundenplan stehen vegane Rezepte und Poetry Slams.

    Eigentlich sollte sie so wie im letzten Jahr aussehen: Bunte Diskussionsveranstaltungen in den Hörsälen, gemeinsames Beisammen bei Kleidertauschpartys, neue Mitstreiter kennenlernen bei Workshop-Formaten auf dem Campus. Doch die Coronakrise macht auch der Public Climate School (25.- 29. Mai) der Initiative ‟Students for future” — einer Teilgruppe von ‟Fridays for future”- in ihrer geplanten Form einen Strich durch die Rechnung. Mehr aus Bochum Hier gibt es mehr Artikel, Bilder und Videos aus Bochum

    ‟Wie auch die Ruhr-Universität haben wir deshalb von Präsenzlehre auf Onlineveranstaltungen umgestellt”, sagt Paul Platner, Mitglied bei ‟students for future”. Das heißt: Fünf Tage lang organisieren Studenten bundesweit Veranstaltungen rund um das Klima und die Umwelt, die auf Plattformen wie ‟Youtube” oder ‟Zoom” online übertragen werden. ‟Am Dienstag werden wir beim veganen Frühstücksdate Rezepte vorstellen und zum Nachkochen anregen. Am Donnerstag haben wir ein Klimaquiz zum Mitmachen vorbereitet”, erzählt Platner weiter.

    Los geht es trotzdem analog — auf dem Dr. Ruer-Platz mitten in der Bochumer Innenstadt. Denn eins ist den Organisatoren besonders wichtig: ‟Die Public Climate School ist offen für jeden — nicht nur für Schüler, Schülerinnen und Studierende”, stellt ‟Students for future”-Mitglied Fabian Schäfer klar. Passend dazu haben die Klimaaktivsten ein Banner mit der Aufschrift ‟Was alle angeht, können nur alle lösen” aufgehängt.

    Niedrigschwelliges Angebot

    ‟Wir wollen uns selbst und Interessierte in Gesprächen mit Forschern auf den neusten Stand der Wissenschaft bringen”, sagt Schäfer. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssten für alle zugänglich gemacht werden. Es gäbe die Möglichkeit, interessante Berufsbilder zu entdecken und Argumentationsstrukturen gegen Klimaleugner zu erlernen. Die Veranstaltungen tragen beispielsweise Titel wie ‟Ohne Flugzeug um die Welt”, ‟Artenvielfalt am Abgrund” oder ‟Sonne, Wind und Energiehaushalt”. Klimagerechtigkeit für die Hochschulen

    ‟Students for Future” ist eine Arbeitsgruppe von ‟Fridays for Future”, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, das Thema Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit an die Hochschulen zu bringen.

    Die Studierenden möchten bewirken, dass Hochschulen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachgehen.

    Die Veranstaltungen, die bis Freitag (29.) stattfinden, finden sich auf der Website www.studentsforfuture.info

    Häufig kooperieren die Universitäten dabei auch untereinander: Neben Bochum sind zum Beispiel auch Gruppen aus München, Berlin, Main, Köln oder Wuppertal mit dabei. ‟Mir gefällt besonders gut, dass die Veranstaltungen interdisziplinär angelegt sind”, sagt Emilia Streciwilk, die erst seit kurzem dabei ist. So gibt es etwa auch Kurzvorträge von Theologen über das Christentum und den Klimawandel, Beiträge von Sozialwissenschaftlern über den Klimawandel und den Gesundheitssektor oder Seminare von Wirtschaftswissenschaftlern über Lebensmittelpreise. ‟Durch das Online-Format geht natürlich etwas verloren: Es fehlt das Gemeinschaftsgefühl”, sagt Streciwilk. Sie sieht aber auch Vorteile: ‟Dadurch, dass man nur die Website besuchen muss, sind die Angebote niedrigschwelliger und wir können vielleicht mehr Menschen erreichen”, so die Studentin weiter.

    Effekte der Coronakrise

    Auch Larissa Heep, Werkstoffwissenschaftlerin an der Ruhr-Universität und Mitglied bei der Schwesterorganisation ‟Scientists for future”, erkennt eine Chance: ‟Durch die Coronakrise ist die Klimakrise wieder in den Hintergrund gerückt. Wir hoffen, dies nun wieder zu ändern und viele Leute aufzuklären.” Auch David Piorunek von der Fakultät für Maschinenbau ist für die Fraktion der Wissenschaftler dabei: ‟Zu Beginn der Coronakrise haben wir erlebt, dass der öffentliche Diskurs durch proaktive Wissenschaftskommunikation entscheidend mitgeprägt wurde”, sagt er und verweist auf den Virologen Christian Drosten, der nun Bekanntheit erlangt hat.

    Durch die Arbeit der Virologen sei die gesellschaftliche Akzeptanz für umstrittene politische Entscheidungen wie Kontaktbeschränkungen, Schulschließungen oder Einschränkungen der Reisefreiheit gefördert worden. ‟Die aktuelle Coronakrise zeigt sehr gut, welchen Beitrag die Wissenschaft für eine bessere Gesellschaft zu leisten vermag, wenn Politikerinnen und Politiker mutig sind und faktenbasiert sowie transparent ihre Ziele, Strategien und Maßnahmen kommunizieren”, so Piorunek. Die Anhänger von ‟Fridays for future” — ob Studierende, Wissenschaftler oder Schülerinnen — hoffen, auf dieser Welle weiterzureiten.



    WAZ 25.05.2020 , Marie Illner 25.05.2020 – 14:53 Uhr

  • Radwende Mängelmelder online

    von bo-alternativ.de

    Eine Feststellung der Mängel der Bochumer Radverkehrsanlagen ist Voraussetzung für ihre Abschaffung. Bisher fehlt die Übersicht über die Zahl der Mängel und ihre Verteilung, die der städtische Mängelmelder nicht bietet. Das Bündnis Radwende startet deswegen nun einen eigenen kartenbasierten Service, der die Radverkehrssituation und ihre mögliche Verbesserung öffentlich visualisiert. <…>

    Basis des Radwende-Mängelmelders ist eine Openstreetmap-Karte im Internet, die die Radwende-Aktivist*innen täglich mit den neu eingesendeten Daten aktualisieren wollen. Die Karte zeigt alle bekannten Mängel mit Foto und Beschreibung – und gegebenenfalls auch die Verbesserungen. Engagierte der Radwende prüfen und bearbeiten die Meldungen und tragen sie ein. „Wir wollen mit Hilfe der Bochumer*innen dokumentieren, wie unsicher und unbefriedigend die Situation in Bochum für die schwächsten Verkehrsteilnehmer*innen immer noch ist.“

    Die Mängel lassen sich auf unterschiedlichsten Wegen melden. Entweder über das Meldeformular auf der Radwende-Homepage www.radwende-bochum.de/maengelmelder, per Email an radwende-bochum@zeromail.com oder über die Radwende-Seiten bei Facebook, Twitter oder Instagram. Die Mängelredakteur*innen bitten um die Beschreibung der Mängel mit einigen Worten sowie einer möglichst genauen Standortangabe mit Foto. Zu sehen sind die Mängel dann für alle sichtbar auf einer Karte Bochums, die ebenfalls über die Mängelmelderseite zu erreichen ist.

    direkt zur Karte :

    https://umap.openstreetmap.fr/de/map/mangelkarte-der-radwende-bochum_454127#14/51.4807/7.2263

  • Video-Clip von ‘Stadt für Alle’ zu Musikschule und Park

    Hier mal ein Video-Clip zur Arbeit von ‘Stadt für Alle’ zur Musikschule.

    Als Anregung und Motivation für unsere weiteren Aktionen.

    Hier zum externen Link bei …. — ist abgelaufen , neuer Ort wird gesucht.

  • Hier , wo das WIR noch zählt , …   – soziale , solidarische und ökologische Aspekte

    Hier , wo das WIR noch zählt , … – soziale , solidarische und ökologische Aspekte


    (17.06.20) Aktuelles zur Kampagne :

    Kommunalaufsichtsbeschwerde zur „WIR-Kampagne“

    Die Linksfraktion hat eine Kommunalaufsichtsbeschwerde zur Vorgehensweise und zum Inhalt der „WIR-Kampagne“ von Bochum Marketing & Stadt Bochum bei der Bezirksregierung eingereicht: »Wir bitten um Überprüfung der o.g. Beschlussvorlage, die Sie in der Anlage finden. Am 30.04.2020 fand im RuhrCongress Bochum die 52. Ratssitzung der Stadt Bochum statt. Anschließend gab es eine Ältestenratssitzung. In dieser Sitzung teilte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch mit, dass es zu einer Dringlichkeitsentscheidung zu der zu prüfenden Vorlage geben wird. Wir sind der Meinung, dass die Vorlage aus dem direkt nach der Ratssitzung tagendem Ältestenrat, im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung vorgelegt und dort hätte beraten werden müssen. Am 07.05.2020 wurde der Dringlichkeitsbeschluss vom Oberbürgermeister Eiskirch und dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, Christian Haardt, unterschrieben.

    Im Punkt 3 der Vorlage geht es u. a. um die Entwicklung einer Wort-/Bild-Marke, die als Resultat eine „initiierte Plakatkampagne mit Testimonials von Bochumer Prominenten“ hat. Seit Beginn dieser Kampagne wurde in Bochum nur ein Großflächenplakat mit dem Konterfei des Oberbürgermeisters, der auch gleichzeitig OB-Kandidat von SPD und Grünen zur Kommunalwahl am 13. September ist, flächendeckend in Bochum aufgehangen.

    Wir bitten Sie um Überprüfung folgender Punkte:
    1. Entspricht die Dringlichkeitsentscheidung, die Herr Oberbürgermeister Eiskirch gemeinsam mit dem Ratsmitglied Herrn Haardt am 7. Mai 2020 unterschrieben haben, den Voraussetzungen des § 60 Gemeindeordnung NRW?
    2. Wir sehen in der aus dem Kommunalhaushalt bezahlten Plakatkampagne mit der großflächigen Darstellung von Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der anstehenden Kommunalwahl (Oberbürgermeisterwahl) eine unzulässige Wahlkampf- und Parteienfinanzierung. Wir bitten um Überprüfung, ob diese Plakatkampagne eine Zweckentfremdung von Steuergeldern ist und damit ggf. den Tatbestand der Veruntreuung öffentlicher Gelder erfüllt?«

    siehe auch Bo-Alternativ.de




    Die Kampagne HierWo…

    Ein wichtiger Termin / eine wichtige Aktion in diesem Zusammenhang gegen die Lobby , die kostenloses Parken will (wie wärs denn mit einem kostenlosen ÖPNV-Ticket !! ) :

    MO 25.05. 9h vor EInfahr P2 / Livingroom


    Ein offener Beitrag um mal möglichst viele positive Visionen , Wünsche für diesen Spruch zu sammeln ( für alle die das nicht unbedingt auf / in den sonst. Social-Media tun möchten ) hier in den Kommentaren .


    (
    Von “Stadt Für Alle” :

    Als Bochumer Initiativen, die wir uns beständig für eine solidarische und gerechte Stadtentwicklung engagieren, halten wir die einseitige Ausrichtung der Kampagne für eine Provokation. Nahversorgung ist unzweifelhaft wichtig. Aber „wo das WIR noch zählt“, würde der Oberbürgermeister nicht hinter verschlossenen Türen mit der Hotel- und Gaststättenlobby, der Industrie- und Handelskammer und weiteren Arbeitgeber-Institutionen ausdealen, wofür die Stadt Bochum mehr als eine Million Euro ausgibt. „Wo das WIR noch zählt“, würde er seine Vorschläge öffentlich zur Diskussion stellen und alle betroffenen Interessensgruppen gleichberechtigt einbeziehen. „Wo das WIR noch zählt“, würden soziale, ökologische und demokratische Belange eine wichtigere Rolle spielen.

    woDasWirNochZaehlt, das ist doch ein schöner Name einer Kampagne für eine solidarische Stadt. Neben lokalen Handel unterstützen, würden wir das gerne um weitere soziale Themen erweitert sehen. Das sollte doch möglich sein.
    ) :


    ( Bitte beteiligt Euch an der Fortführung des Satzes – unten in den Kommentaren —
    vlt können wir ja aus den besten Fortsetzungen auch ein paar Plakate machen )


    Ein Diskussion in einem Pad wurde von Stadt-fuer-Alle initiiert , zum PAD


    Hier , wo das WIR noch zählt , …..

    • … da sitzt man gerne draußen in schönen Grün-Flächen
    • … da werden keine Grünflächen bebaut
    • … da werden keine Bäume abgeholzt
    • … da wird ausländischen Kindern geholfen
    • ..
    • … da ist man kreativ, auch ohne großes Geld.
    • … würden soziale, ökologische und demokratische Belange eine wichtigere Rolle spielen

    Links


  • Bochum fördert Autos statt ÖPNV – wollen / brauchen wir das ?

    Parken

    Einfach und genial: Bei einem Einkauf von über zehn Euro in der Bochumer Innenstadt parken alle in der Zeit vom 11. Mai bis zum 30. Juni für bis zu drei Stunden kostenlos in den Parkhäusern der Bochumer Wirtschaftsentwicklung.

    Wie funktioniert das?

    Das Parkticket wird entweder direkt vom Händler oder …

    Besonderes Bonbon für alle, die lieber mit dem Fahrrad kommen: Sie können sich gegen Vorlage des Kassenbons in Höhe von mindestens zehn Euro eine kostenlose Fahrradwäsche in der Waschanlage auf dem Husemannplatz gönnen.


    Von der Seite : https://wodaswirnochzaehlt.de/
    und : https://www.parken-in-bochum.de/parkenaktion
    und : https://www.bochum.de/Pressemeldungen/Alle-Pressemeldungen-zum-Corona-Virus/10-Punkte-Programm-fuer-Bochum-Impulse-fuer-Handel-und-Gastronomie


    Und ist die Fahrrad-Wäsche nicht der Hohn ?


    Ein wenig Kritik gibt’s wenigstens schon auf bo-alternativ.de :

    Einseitiger Zehn-Punkte-Plan der Stadtverwaltung:

    Marketing statt sozialer Perspektive 2

    Werbung des Oberbürgermeisters und Kritik der Linksfraktion

    Die Bochumer Linksfraktion kritisiert, dass die Stadtverwaltung in der Corona-Krise zu viele Entscheidungen an den demokratisch gewählten Gremien vorbei trifft. „Der Zehn-Punkte Plan zur Unterstützung von Handel und Gastronomie ist einseitig an den Interessen der Arbeitgeber ausgerichtet und damit sozial unausgewogen“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende der Bochumer Linken Horst Hohmeier die von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch vorgestellte Initiative. „Zum Handel und zur Gastronomie gehören aber auch die Interessen der Beschäftigten.“ Ein Grund für die falsche Schwerpunktsetzung sei die fehlende öffentliche Beratung der Pläne. „Als Linksfraktion haben wir unsere Vorschläge für ein Corona-Maßnahmenpaket in öffentlichen Sitzungen zur Diskussion gestellt“, sagt Horst Hohmeier. „Oberbürgermeister Thomas Eiskirch dagegen hat Gespräche über sein Paket hinter den Kulissen mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgeber geführt. Die Ratsfraktionen wurden lediglich im nicht-öffentlichen Ältestenrat informiert. Anschließend wurde das Paket gleich der Presse vorgestellt und am selben Tag in Kraft gesetzt. mehr…


    Bitte um Eure Kommentare ….

  • ABSAGE Bochumer Nachhaltigkeitstag am Samstag, 06.06.2020

    Do, 7. Mai 2020 11:02

    Liebe Interessierte, Engagierte und Ausstellende,

    die sich für den Bochumer Nachhaltigkeitstag am Samstag, 06.06.2020 gemeldet haben,  

    heute teile ich bedauerlicherweise mit, dass wir den Termin aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht halten können und die Veranstaltung daher absagen. Ein Ersatztermin wird zunächst nicht festgesetzt, eine Durchführung des Konzeptes in der Zukunft aber selbstverständlich weiterhin angestrebt.
    Hier achten wir natürlich auf entsprechenden Planungsvorlauf.  

    Das Planungsteam des Bochumer Nachhaltigkeitstages hat sich in den vergangenen „guten Wochen“ der Planung zu Beginn des Jahres über zahlreiche positive Rückmeldungen, Ideen und die Bereitschaft Beiträge zu leisten gefreut. Dies hat uns motiviert und wir bleiben es, wenn wir dieses Interesse und diese Bereitschaft auch wieder vorfinden, sobald der Bochumer Nachhaltigkeitstag erneut ins Auge gefasst werden kann.
    Wann dies sein könnte, vermag keiner zu sagen, denn Sicherheit und vor allem Gesundheit gehen vor.  

    Sofern dem niemand widerspricht, nehme ich oder jemand aus dem Planungsteam erneut Kontakt auf, wenn das Projekt Bochumer Nachhaltigkeitstag auf dem Dr.-Ruer-Platz wieder konkret wird. Andernfalls bitte ich um kurze Rückmeldung, wenn jemand aus dem Verteiler gelöscht werden möchte.  

    Im Namen der Planungsgruppe möchte ich mich nochmals für die bislang gute Mitarbeit, die stets freundliche Kommunikation und die kreativen Ideen bedanken. So macht Projektarbeit Freude.  

    Es bleibt mir allen Gesundheit und Zuversicht für die nächste Zeit zu wünschen.  
    Glück auf und viele Grüße  
    Kerstin Duchatz Veranstaltungsmanagement   Hochschule Bochum Dezernat 3 KIT Kommunikation, Innovation und Transfer  
    Büro: Konrad-Zuse-Str. 12, Raum: 24 Post: Lennershofstr. 140 44801 Bochum   
    kerstin.duchatz@hs-bochum.de
    www.hochschule-bochum.de

    via EM :
    Von: Duchatz, Kerstin Kerstin.Duchatz@hs-bochum.de
    Verschickt: Do, 7. Mai 2020 11:02
    Betreff: ABSAGE Bochumer Nachhaltigkeitstag am Samstag, 06.06.2020

  • LinksFraktion zur Markthalle (30.04)

    Im Newsletter der LinksFraktion gibt es ein Stellungnahme / Antrag zur Markthalle :

    Auf Abstimmung bestand die Ratsmehrheit auch beim Betriebskonzept für die Markthalle, die in einigen Jahren im Telekom-Block gegenüber des Rathauses eröffnet werden soll. „Leider haben Sie unseren Antrag abgelehnt, dieses während der Corona-Krise nicht dringliche Thema zu verschieben – obwohl der Beschluss erst in einigen Jahren tatsächlich Auswirkungen zeigen wird“, sagte unsere Fraktionsvorsitzende Gültaze Aksevi. Sie kritisierte, dass die Stadt laut Beschlussvorlage der Verwaltung ihre Markthalle nicht selbst betreiben soll, obwohl sie sich mitten in einem wichtigen städtischen Gebäude befinden wird. „Outsourcing ist grundsätzlich ein Problem, aber in diesem Fall würden wir uns damit ein paar besondere Konflikte ins Haus holen: Das Konzept sieht ja vor, dass es Flächen gibt, welche die Markthalle und kommunale Einrichtungen wie die VHS und die Stadtbücherei gemeinsam nutzen sollen. Für solidarische Aushandlungsprozesse über die Nutzung der Flächen ist es keinesfalls hilfreich, wenn die gemeinwohlorientierten städtischen Einrichtungen in Konkurrenz zu einem profitorientierten Markthallenbetreiber gesetzt werden.“ Deswegen forderte sie, die Markthalle ebenfalls in kommunaler Trägerschaft zu betreiben. „Außerdem fehlt bisher jede Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer an Entscheidungsprozessen. Als Linksfraktion stehen wir ausdrücklich hinter der Idee einer Markthalle, so lange sie ein zusätzliches kommunales Angebot ist, und nicht als Argument für die Abschaffung der traditionellen Wochenmärkte angeführt wird.“ Die Rede im Wortlaut. Trotz dieser Kritik ließ sich die Ratsmehrheit aus SPD, CDU und Grünen nicht auf Diskussionen über Nachbesserungen ein und verabschiedete das Konzept gegen die Stimmen der Linksfraktion.


    Rede: Für eine kommunale Markthalle!

    Redebeitrag von Gültaze Aksevi zum „Betriebskonzept für die Markthalle im Haus des Wissens“ (1.23) auf der Ratssitzung am 30.04.2020

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
    meine Damen und Herren,

    als Linksfraktion werden wir heute dem vorgeschlagenen Betriebskonzept für eine Markthalle im Telekom-Block so nicht zustimmen. Leider haben Sie unseren Antrag abgelehnt, dieses während der Corona-Krise nicht dringliche Thema zu verschieben – obwohl der Beschluss erst in einigen Jahren tatsächlich Auswirkungen zeigen wird. Bei dem Vorschlag, den Sie hier vorlegen, sehen wir einige Probleme, die durch eine Anpassung des Konzeptes zu lösen wären. Ein Kern dabei ist der Ansatz, dass die Stadt Bochum ihre Markthalle nicht selbst betreiben soll, obwohl sie sich mitten in einem wichtigen städtischen Gebäude befindet. Outsourcing ist grundsätzlich ein Problem, aber in diesem Fall würden wir uns damit ein paar besondere Konflikte ins Haus holen:

    Das Konzept sieht ja vor, dass es Flächen gibt, welche die Markthalle und kommunale Einrichtungen wie der VHS und die Stadtbücherei gemeinsam nutzen sollen. Für solidarische Aushandlungsprozesse über die Nutzung der Flächen ist es keinesfalls hilfreich, wenn die gemeinwohlorientierten städtischen Einrichtungen in Konkurrenz zu einem profitorientierten Markthallenbetreiber gesetzt werden. Es wäre viel sinnvoller, die Markthalle ebenfalls in kommunaler Trägerschaft zu betreiben.

    Außerdem fehlt in dem bisherigen Betriebskonzept bisher jede Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer an Entscheidungsprozessen. Auch deswegen haben wir hier Fragezeichen. Als Linksfraktion stehen wir ausdrücklich hinter der Idee einer Markthalle, so lange sie ein zusätzliches kommunales Angebot ist, und nicht als Argument für die Abschaffung der traditionellen Wochenmärkte angeführt wird. Aber wenn Sie heute auf eine Abstimmung über dieses noch nicht ausgegorene Betriebskonzept bestehen, müssen aus den genannten Gründen dagegen stimmen. Vielen Dank.

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