{"id":6866,"date":"2020-12-07T13:52:00","date_gmt":"2020-12-07T12:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/boklima.de\/?p=6866"},"modified":"2020-12-07T13:52:46","modified_gmt":"2020-12-07T12:52:46","slug":"think-tank-research-globaler-klima-risiko-index-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/work.boklima.de\/?p=6866","title":{"rendered":"THINK TANK &#038; RESEARCH   &#8212; Globaler Klima-Risiko-Index 2020"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung <\/h2>\n\n\n\n<p>Der Globale Klima-Risiko-Index (KRI) von Germanwatch zeigt, wie stark L\u00e4nder von Wetterextremen, wie \u00dcberschwemmungen, St\u00fcrmen, Hitzewellen etc. betroffen sind. Untersucht werden die menschlichen Auswirkungen (Todesopfer) sowie die direkten \u00f6konomischen Verluste. Als Datenbasis dient die weltweit anerkannte Datenbank NatCatSERVICE der Munich RE, unter Einbezug weiterer demographischer (Bev\u00f6l-kerungszahl) und wirtschaftlicher Daten (Bruttoinlandsprodukt) des Internationalen W\u00e4hrungsfonds. Germanwatch ver\u00f6ffentlicht den KRI j\u00e4hrlich und in diesem Jahr zum 15. Mal. Im KRI 2020 sind die Ext-remwetterereignisse des Jahres 2018 und f\u00fcr den Zeitraum 1999 bis 2018 erfasst. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenngleich die Auswertungen \u00fcber die Sch\u00e4den und Todesopfer keine Aussage dar\u00fcber erlauben, wel-chen Einfluss der Klimawandel bereits bei diesen Ereignissen hatte, so l\u00e4sst sich doch ein Bild der Ver-wundbarkeit der Staaten zeichnen. Dies kann als Warnsignal verstanden werden, sich auf zuk\u00fcnftig m\u00f6g-licherweise vermehrte und st\u00e4rkere Extremwetterereignisse durch Katastrophenvorsorge und Anpassung an den Klimawandel besser vorbereiten zu m\u00fcssen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Hauptaussagen des KRI 2020 \uf0a7<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-yellow-background-color has-background\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Japan, die Philippinen und Deutschland waren im Jahr 2018 am st\u00e4rksten von Extremwetterereignissen be-troffen. \uf0a7<\/li><li>Im Zeitraum 1999-2018 waren Puerto Rico, Myanmar und Haiti die am st\u00e4rksten betroffenen L\u00e4nder. \uf0a7<\/li><li>Insgesamt kamen zwischen 1999 und 2018 mehr als 495.000 Menschen als direkte Konsequenz von \u00fcber 12 000 Extremwetterereignissen zu Tode. Die wirtschaftlichen Sch\u00e4den beliefen sich auf etwa 3,54 Billionen US$ (in Kaufkraftparit\u00e4ten). \uf0a7<\/li><li>Hitzewellen waren 2018 eine Hauptursache f\u00fcr Sch\u00e4den. Von den zehn am st\u00e4rksten betroffenen L\u00e4ndern im Jahr 2018 litten Japan, Deutschland und Indien unter einer l\u00e4ngeren Hitzeperiode. J\u00fcngste wissenschaftliche Erkenntnisse haben einen klaren Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der H\u00e4ufigkeit und dem Schweregrad extremer Hitze festgestellt. In Europa z.B. sind extreme Hitzeperioden zwischen 10- und 100-mal wahrscheinlicher als vor einem Jahrhundert. Aufgrund fehlender Daten k\u00f6nnen die Auswirkungen von Hitze-wellen, z.B. auf dem afrikanischen Kontinent, unterrepr\u00e4sentiert sein. \uf0a7<\/li><li>In einigen F\u00e4llen (z.B. Puerto Rico) haben einzelne au\u00dfergew\u00f6hnliche Katastrophen so starke Auswirkungen, dass die betroffenen L\u00e4nder allein dadurch auch im Langzeitindex dauerhaft weit oben platziert sind. In den letzten Jahren hat eine weitere Kategorie von L\u00e4ndern an Bedeutung gewonnen: L\u00e4nder wie Haiti, die Philip-pinen und Pakistan werden immer wieder von Katastrophen heimgesucht. Sie geh\u00f6ren sowohl im Langzeit-index als auch im Index des jeweiligen Jahres kontinuierlich zu den am st\u00e4rksten betroffenen L\u00e4ndern. \uf0a7<\/li><li>Von den zehn am st\u00e4rksten betroffenen L\u00e4ndern (1999-2018) waren sieben Entwicklungsl\u00e4nder der L\u00e4nder-gruppe mit niedrigem oder niedrigem mittleren Einkommen, zwei wurden als Land mit hohem mittleren Ein-kommen (Thailand und Dominica) und eines als fortgeschrittene Wirtschaft mit hohem Einkommen (Puerto Rico) eingestuft. \uf0a7<\/li><li>Der Klimagipfel in Madrid (COP25) muss sich mit der bisher fehlenden zus\u00e4tzlichen Klimafinanzierung befas-sen, um den \u00e4rmsten Menschen und L\u00e4ndern zu helfen, Sch\u00e4den und Verluste zu bew\u00e4ltigen. Sie sind am st\u00e4rksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen, weil sie anf\u00e4lliger f\u00fcr negative Klimawan-delauswirkungen sind und ihnen h\u00e4ufig die finanzielle und technische Kapazit\u00e4t fehlt, um mit Sch\u00e4den und Verlusten umgehen zu k\u00f6nnen. Die COP25 muss deshalb Antworten auf drei Fragen finden: Erstens, wie kann der Unterst\u00fctzungsbedarf der verletzlichen L\u00e4nder zum Umgang mit Sch\u00e4den und Verlusten regelm\u00e4\u00dfig be-stimmt werden? Zweitens, wie k\u00f6nnen die notwendigen finanziellen Ressourcen generiert und verf\u00fcgbar ge-macht werden? Drittens, wie kann Anpassung an den Klimawandel besser unterst\u00fctzt werden, um Sch\u00e4den und Verluste bereits im Vorhinein zu minimieren.<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"744\" height=\"551\" src=\"https:\/\/work.boklima.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/201207-klimarisikoindex-tab1auswahl-016.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6867\" srcset=\"https:\/\/work.boklima.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/201207-klimarisikoindex-tab1auswahl-016.jpg 744w, https:\/\/work.boklima.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/201207-klimarisikoindex-tab1auswahl-016-300x222.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>( von THINK TANK &amp; RESEARCH , original pdf , <a href=\"https:\/\/www.agrarheute.com\/media\/2019-12\/20-2-01_kri_2020_-_kurzzusammenfassung_7_0.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>  )<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zusammenfassung Der Globale Klima-Risiko-Index (KRI) von Germanwatch zeigt, wie stark L\u00e4nder von Wetterextremen, wie \u00dcberschwemmungen, St\u00fcrmen, Hitzewellen etc. betroffen sind. 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