{"id":5922,"date":"2020-09-09T13:21:26","date_gmt":"2020-09-09T11:21:26","guid":{"rendered":"https:\/\/boklima.de\/?p=5922"},"modified":"2020-09-09T13:21:34","modified_gmt":"2020-09-09T11:21:34","slug":"studie-sieht-2050-den-lebenraum-von-einer-milliarde-menschen-bedroht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/work.boklima.de\/?p=5922","title":{"rendered":"Studie sieht 2050 den Lebenraum von einer Milliarde Menschen bedroht"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Auswirkungen des Klimawandels machen nach Ansicht von Forschern einige Landstriche der Erde unbewohnbarer. Betroffen sind meist Krisenstaaten. Lesezeit: 1\u00a0Min. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"610\" height=\"343\" src=\"https:\/\/work.boklima.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/image.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5923\" srcset=\"https:\/\/work.boklima.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/image.jpeg 610w, https:\/\/work.boklima.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/image-300x169.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 610px) 100vw, 610px\" \/><figcaption>(Bild:&nbsp;guentermanaus\/Shutterstock.com)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>08:36 Uhr Von   dpa<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2050 k\u00f6nnte einer Studie zufolge der Lebensraum von mehr als einer Milliarde Menschen auf der Welt bedroht sein. Klimawandel, Konflikte und Unruhen k\u00f6nnten etliche dieser Menschen dazu dr\u00e4ngen, ihre Heimatl\u00e4nder zu verlassen, wie eine Untersuchung des Institute for Economics and Peace prognostiziert, die am Mittwoch in London vorgestellt wurde. Besonders bedrohte Hotspots sind demnach die afrikanische Sahelzone, weiter s\u00fcdlich liegende afrikanische Staaten wie Angola oder Madagaskar sowie der Nahe Osten von Syrien bis Pakistan. Als gr\u00f6\u00dfte Bedrohungen sehen die Autoren St\u00fcrme und \u00dcberflutungen, aber auch Wasserknappheit und eine unsichere Versorgung mit Lebensmitteln. Bei ihren Berechnungen gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Naturkatastrophen mindestens mit gleicher Regelm\u00e4\u00dfigkeit auftreten wie in den vergangenen Jahrzehnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt machen <a href=\"https:\/\/www.economicsandpeace.org\/research\/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">die Forscher des Institute for Economics and Peace<\/a> anhand etlicher Faktoren 31 Staaten aus, die sie als nicht widerstandsf\u00e4hig genug einstufen, um die \u00f6kologischen und politischen Ver\u00e4nderungen der kommenden Jahrzehnte zu schultern. Das werde diese L\u00e4nder vielleicht nicht vollst\u00e4ndig unbewohnbar machen, aber doch etliche B\u00fcrger zum Umsiedeln zwingen. Die Bev\u00f6lkerung dieser L\u00e4nder mache mehr als eine Milliarde der Weltbev\u00f6lkerung aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Autoren sehen einen Zusammenhang zwischen politischen Konflikten und \u00f6kologischen Bedrohungen durch den <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Klimawandel\">Klimawandel<\/a>: Je weniger Frieden in einer Region herrsche, desto eher drohe der Kollaps. &#8220;Es ist eine Art Teufelskreis. Durch Konflikte werden die nat\u00fcrlichen Ressourcen von L\u00e4ndern zerst\u00f6rt \u2013 und die Knappheit wiederum f\u00fchrt dann zu weiteren Konflikten&#8221;, wie Killelea erkl\u00e4rt. So sei es etwa im Jemen der Fall.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"nav_massenflucht_0\">Massenflucht<\/h3>\n\n\n\n<p>Infolge dieser Entwicklung warnen die Experten vor massenhaften Migrationsbewegungen, von denen vor allem die als relativ krisensicher eingestuften europ\u00e4ischen L\u00e4nder betroffen sein w\u00fcrden. &#8220;Wir haben seit dem Jahr 2015 gesehen, wie selbst eine relativ kleine Zahl an Migranten massive politische Unruhen und Entwicklungen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen, sagte Autor Steve Killelea der dpa. Damals kam mehr als eine Million Fl\u00fcchtlinge nach Europa, viele aus Syrien oder dem Irak.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zuk\u00fcnftigen \u00f6kologischen und politischen Bedrohungen d\u00fcrften den Prognosen zufolge eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Anzahl an Menschen dazu bewegen, ihre Heimatl\u00e4nder zu verlassen und Zuflucht in sichereren Regionen zu suchen. So k\u00f6nnten sich etwa aus Pakistan, Iran oder \u00c4thiopien Hunderte Millionen Menschen auf den Weg machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Europa m\u00fcsse sich der Auswirkungen und der damit verbundenen Verantwortung bewusst werden, forderte Killelea. Regierungen m\u00fcssten sich damit auseinandersetzen, wie sich die Widerstandsf\u00e4higkeit von Krisenstaaten st\u00e4rken lasse. Insbesondere beim Thema Wasserknappheit gelte es, Unternehmen und Regierungen zu unterst\u00fctzen. Bereits 2040 k\u00f6nnten mehr als f\u00fcnf Milliarden Menschen von hoher oder extrem hoher Wasserknappheit betroffen sein, etwa in Indien oder China.<\/p>\n\n\n\n<p>(<a href=\"mailto:olb@heise.de\">olb<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>von <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Studie-sieht-2050-den-Lebenraum-von-einer-Milliarde-Menschen-bedroht-4888810.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Heise.de<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Auswirkungen des Klimawandels machen nach Ansicht von Forschern einige Landstriche der Erde unbewohnbarer. Betroffen sind meist Krisenstaaten. Lesezeit: 1\u00a0Min. 08:36 Uhr Von dpa Im Jahr 2050 k\u00f6nnte einer Studie zufolge der Lebensraum von mehr als einer Milliarde Menschen auf der Welt bedroht sein. 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