{"id":4692,"date":"2020-05-11T00:12:02","date_gmt":"2020-05-10T22:12:02","guid":{"rendered":"https:\/\/boklima.de\/?p=4692"},"modified":"2020-05-11T00:12:07","modified_gmt":"2020-05-10T22:12:07","slug":"das-dichteste-luftmessnetz-das-wir-kennen-luftverschmutzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/work.boklima.de\/?p=4692","title":{"rendered":"&#8220;Das dichteste Luftmessnetz, das wir kennen&#8221; (Luftverschmutzung)"},"content":{"rendered":"\n<p>Unsere Luft soll dauerhaft besser werden &#8211; nicht nur im <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.golem.de\/specials\/coronavirus\/\" target=\"_blank\">Corona<\/a>-Lockdown. Daf\u00fcr testet Breeze Technologies in Hamburg ein besonderes Messnetz. Ein Bericht von <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/specials\/autor-werner-pluta\/\">Werner Pluta<\/a> ver\u00f6ffentlicht am 8. Mai 2020, 12:00 Uhr bei <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/breeze-technologies-mit-einem-dichten-sensornetz-fuer-saubere-luft-2005-148317.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">golem.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Stickoxide, Kohlendioxid, Feinstaub: W\u00e4hrend das \u00f6ffentliche Leben wegen der Covid-19-Pandemie stark eingeschr\u00e4nkt war, wurden deutlich weniger Schadstoffe in die Atmosph\u00e4re emittiert. Die Luft war auf einmal nicht nur gef\u00fchlt besser. Satellitenbilder der US-Raumfahrtbeh\u00f6rde Nasa und des europ\u00e4ischen Pendants Esa verzeichneten <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/coronavirus-und-umwelt-der-mensch-macht-pause-der-planet-atmet-auf-2004-147609.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">deutlich geringere Emissionen von Schadstoffen<\/a> aus Auspuffen von Kraftfahrzeugen und aus Fabrikschornsteinen. Inhalt:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Luftverschmutzung: &#8220;Das dichteste Luftmessnetz, das wir kennen&#8221;<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/breeze-technologies-mit-einem-dichten-sensornetz-fuer-saubere-luft-2005-148317-2.html\">Wie dicht muss das Sensornetz von Breeze sein?<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/breeze-technologies-mit-einem-dichten-sensornetz-fuer-saubere-luft-2005-148317-3.html\">Anwendungen f\u00fcr die Messnetze von Breeze<\/a><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Aber um diese Werte zu erfassen, muss man nicht in die Erdumlaufbahn aufsteigen. Auch auf dem Boden lassen sich die Luftqualit\u00e4t messen und die ersten Effekte der Ma\u00dfnahmen zur Normalisierung erkennen. <em>&#8220;Wir haben den Einfluss der Kontaktbeschr\u00e4nkungen durch Corona auf die Luftqualit\u00e4t gesehen. In einigen Wohngegenden hatte sich die Luftqualit\u00e4t teilweise sehr stark verbessert&#8221;<\/em>, berichtet Robert Heinecke im Gespr\u00e4ch mit Golem.de.<em>&#8221; Das nimmt jetzt langsam wieder ab.&#8221;<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Breeze misst in Altona<\/h3>\n\n\n\n<p>Heinecke ist Gr\u00fcnder und Chef des Hamburger Unternehmens Breeze Technologies, das eigene Luftmesssensoren entwickelt hat und derzeit im Hamburger Bezirk Altona ein Messnetz testet. Mit rund 35 Sensoren \u00fcberwacht das Startup ein Gebiet von 14,1 Quadratkilometern. Es sei <em>&#8220;das dichteste Luftmessnetz, das wir kennen&#8221;<\/em>. Weitere knapp 20 Sensoren sind \u00fcber den Rest der Stadt verteilt. Acht davon hat Breeze im Auftrag der Umweltschutzorganisation Naturschutzbund (Nabu) entlang der Elbe installiert, um Schiffsemissionen zu messen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8220;Wir erfassen alle wichtigen Parameter der urbanen Luftqualit\u00e4t&#8221;<\/em>, sagt Heinecke und meint damit: Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Stickoxide, Feinstaub, Ozon, Ammoniak. F\u00fcr jeden Parameter, der gemessen wird, gibt es ein dediziertes Sensorelement. Hinzu kommt eine Recheneinheit, die die Daten der Sensoren ausliest, sie kontrolliert und \u00fcber ein entsprechendes Funkmodul zur Auswertung und Verarbeitung an einen Cloud-Server geschickt.<\/p>\n\n\n\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cpxl.golem.de\/gif?u=https%3A%2F%2Fwww.golem.de%2F&amp;d=1589146741&amp;f=ev&amp;v=d&amp;t=ad%2Fjobs2018kw10\" alt=\"\"><\/p>\n\n\n\n<p>In Hamburg nutzt Breeze zur \u00dcbertragung Mobilfunk und WLAN. Das System beherrscht aber aber auch andere Standards wie <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/iot-mit-lora-und-raspberry-pi-die-dna-des-internet-der-dinge-1812-137845.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lora<\/a>. Damit die Daten bei der \u00dcbertragung nicht ver\u00e4ndert werden k\u00f6nnen, werden sie verschl\u00fcsselt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Server werden die Daten zun\u00e4chst auf Plausibilit\u00e4t gepr\u00fcft: Stimmen die Temperaturen mit dem aktuellen Wetterbericht \u00fcberein? Ist die Luftfeuchtigkeit nicht \u00fcber 100 Prozent oder nicht unter 0 Prozent? Passen die Werte zu denen anderer Sensoren in der N\u00e4he? Daf\u00fcr setzt das Unternehmen auch k\u00fcnstliche Intelligenz ein, die Daten nach ungew\u00f6hnlichen Mustern durchsucht und mit \u00e4lteren vergleicht, die in der Datenbank gespeichert sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Software rechnet Sensorfehler heraus<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Software korrigiert auch Fehler der Sensoren. G\u00fcnstigere Sensoren f\u00fcr Stickoxide sind temperaturabh\u00e4ngig: Sie k\u00f6nnen bei gleicher Stickoxid-Konzentration in der Luft bei verschiedenen Temperaturen unterschiedliche Werte liefern. Gibt es ein festes Muster f\u00fcr diese Abweichungen, kann die Software sie herausrechnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige der Sensoren weisen zudem Querempfindlichkeiten auf: Stickoxid-Sensoren reagieren zum Beispiel auch auf Ozon. Auch das muss herausgerechnet werden. Erst nach diesen Prozeduren werden die Messwerte in der Datenbank abgelegt, k\u00f6nnen verwendet oder <a href=\"https:\/\/map.breeze-technologies.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00fcber das B\u00fcrgerportal eingesehen<\/a> werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8220;Wir wollen zuk\u00fcnftig fl\u00e4chendeckend in der Lage sein, f\u00fcr jede Stra\u00dfe, f\u00fcr jeden Block im Stadtquartier zu sagen, wie sich dort die Luftqualit\u00e4t \u00fcber die Zeit entwickelt, um dann intelligente Ma\u00dfnahmen zur Luftreinhaltung beschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen&#8221;<\/em>, sagt Heinecke. Und das m\u00f6glichst in Echtzeit: Alle 30 Sekunden senden die Sensorstationen einen Datensatz. <em>&#8220;Teilweise messen wir mit den einzelnen Sensorelementen aber noch deutlich h\u00e4ufiger. Wir versuchen, das, was technisch machbar ist, herauszuholen, um so weit wie m\u00f6glich in Echtzeit zu sein.&#8221;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ziel des Projekts ist, den Einfluss der Verkehrsstr\u00f6me auf die lokale Luftqualit\u00e4t in Altona besser kennenzulernen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Vollst\u00e4ndiger Artikel bei <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/breeze-technologies-mit-einem-dichten-sensornetz-fuer-saubere-luft-2005-148317.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">golem.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Luft soll dauerhaft besser werden &#8211; nicht nur im Corona-Lockdown. Daf\u00fcr testet Breeze Technologies in Hamburg ein besonderes Messnetz. Ein Bericht von Werner Pluta ver\u00f6ffentlicht am 8. 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