{"id":3348,"date":"2010-01-01T11:26:00","date_gmt":"2010-01-01T10:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/boklima.de\/?p=3348"},"modified":"2021-06-21T23:29:35","modified_gmt":"2021-06-21T21:29:35","slug":"eine-welt-bochum-ueberlegungen-zu-einem-klimaschutzkonzept-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/work.boklima.de\/?p=3348","title":{"rendered":"Eine Welt \u2013 Bochum:  \u00dcberlegungen zu einem Klimaschutzkonzept 2010"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u00d6KOREGIO-B\u00fcro  f\u00fcr \u00f6kologische Wirtschafts- und Regionalentwicklung, Bochum ,  <\/strong><br>Eckhard Stratmann-Mertens , Schadowstr. 12a ,  44801 Bochum<br>Tel.\/Fax: 0234-387470 ,  E-mail: Stratmann-Mertens@gmx.de<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Eine Welt \u2013 Bochum: \u00dcberlegungen zu einem Klimaschutzkonzept 2010 ,  <\/em><\/strong>(Stand 28.3.2000)<\/p>\n\n\n\n<p>( von <a href=\"http:\/\/www.bo-alternativ.de\/Klimaschutzkonzept.htm\">bo-alternativ.de<\/a> )<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Seit Januar 1994 ist die Stadt Bochum Mitglied im &#8220;<strong><em>Klimab\u00fcndnis<\/em><\/strong> der europ\u00e4ischen St\u00e4dte\n\t\t\t\t\t\tmit indigenen V\u00f6lkern der Regenw\u00e4lder\/Alianza del Clima e.V.&#8221;. Der Zweck des Vereins ist vor allem\n\t\t\t\t\t\tdie &#8220;<strong><em>Reduzierung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen<\/em><\/strong> der Kommunen mit dem<strong><em> Ziel einer Halbierung<\/em><\/strong>\n\t\t\t\t\t\t<strong><em>bis zum<\/em><\/strong> <strong><em>Jahre 2010<\/em><\/strong>&#8221; und eine &#8220;weitgehende Reduzierung aller treibhausrelevanten\n\t\t\t\t\t\tGase im kommunalen Bereich&#8221; (\u00a72 der Vereinssatzung).<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>1991 legte die Stadt Bochum eine <strong>&#8220;<em>Klimaanalyse &#8211; Stadt Bochum<\/em><\/strong>&#8221; auf der Grundlage eines\n\t\t\tKlimagutachtens des Kommunalverbandes Ruhrgebiet vor. Diese Klimaanalyse bezieht sich auf das <em>Stadtklima<\/em>\n\t\t\tBochums und unterscheidet sich daher von Untersuchungen \u00fcber den Beitrag Bochums zur Erw\u00e4rmung des globalen\n\t\t\tErdklimas (Treibhauseffekt). Die Klimaanalyse umfasst Klimamessungen zu Windfeld, W\u00e4rmebildern, Lufttemperatur\n\t\t\tund Luftfeuchte sowie zur Lufthygiene (Immissionen von Schwefel, Stickstoff, Chlorid); dar\u00fcberhinaus gibt\n\t\t\tsie interessante klimatologische Planungshinweise f\u00fcr die weitere Stadtentwicklung in Bochum.<\/p>\n\n\n\n<p>1993 legten die Stadtwerke Bochum in Zusammenarbeit mit der Stadt Bochum (Ratsfraktionen und Verwaltung) das\n\t\t\t&#8220;<strong><em>Bochumer Energiekonzept<\/em><\/strong>&#8221; vor. Hier werden zentral die in Bochum hausgemachten Beitr\u00e4ge\n\t\t\tzur globalen Klimaerw\u00e4rmung und Ma\u00dfnahmen zum globalen Klimaschutz betrachtet. Als Hauptziele des Konzepts\n\t\t\tfirmieren Ressourcenschonung durch Energieeinsparung und Umweltentlastung, insb. durch Verringerung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen.\n\t\t\tF\u00fcr die Akteure Stadtwerke und Stadtverwaltung werden in den Handlungsfeldern W\u00e4rmemarkt, Stromanwendung\n\t\t\tund Stadtverkehr Ma\u00dfnahmen vorgeschlagen, die es erlauben, im Zeitrahmen bis zum Jahr 2000 folgende Minderungsziele\n\t\t\t(Basisjahr 1990) zu realisieren:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Prim\u00e4renergieeinsatz:<\/td><td>&#8211; ca. 6,9%<\/td><\/tr><tr><td>CO<sub>2<\/sub>-Emissionen:<\/td><td>&#8211; ca. 12,1 %.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>\n\t\t\tAusdr\u00fccklich wird darauf hingewiesen, dass das CO<sub>2<\/sub>-Reduktionsziel nur dann erreichbar erscheint,\n\t\t\twenn bei besonders CO<sub>2<\/sub>-intensiven Energieanwendungen wie Strom und Verkehr gleichzeitig und evtl. forciert\n\t\t\tangesetzt wird (S. 31). Wiederholt wird betont, dass k\u00fcnftig einer Reduzierung des Nutzenergiebedarfs &#8220;die\n\t\t\tzentrale Bedeutung&#8221; f\u00fcr Ressourcenschonung und Umweltentlastung zuwachsen wird (aaO.).\n\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Beitritt der Stadt Bochum zum Klima-B\u00fcndnis wurde eine <strong><em>AG Klimaschutz<\/em><\/strong> aus VertreterInnen\n\t\t\tder Ratsfraktionen, der Stadtverwaltung und der Stadtwerke ins Leben gerufen, die schlie\u00dflich die Einrichtung\n\t\t\teines Energie-Kreises in Bochum initiierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Mai 1997 konstituierte sich der &#8220;<strong><em>Energie-Kreis Bochum<\/em><\/strong>&#8220;, in dem \u00fcber 20 Institutionen\n\t\t\tund Gruppen in Bochum gemeinsam nach Wegen suchen, um in Bochum einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. In diesem\n\t\t\tEnergie-Kreis und zugeh\u00f6rigen Unter-Arbeitsgruppen sowie Projektgruppen sind vielf\u00e4ltige Projektideen\n\t\t\tentwickelt worden; etliche dieser Ideen sind seitdem auf verschiedenen Veranstaltungen der \u00d6ffentlichkeit\n\t\t\tvorgestellt und zu einem Teil schon realisiert worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Januar 1998 beschloss der Umweltausschuss des Rates der Stadt Bochum, die Verwaltung zu beauftragen, &#8220;einen\n\t\t\t<strong><em>Klimaschutzbericht<\/em><\/strong> zu erstellen und bei wesentlichen \u00c4nderungen, Entwicklungen und Entscheidungen\n\t\t\tzu aktualisieren&#8221;. Einstimmig beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, &#8220;den ersten Klimaschutzbericht\n\t\t\tbis Ende 1998 zu erstellen&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein solcher Klimaschutzbericht der Stadt liegt bisher nicht vor, obwohl das zust\u00e4ndige Umweltamt in der\n\t\t\tBegr\u00fcndung f\u00fcr die betreffende Beschlussvorlage an den Umweltausschuss betont hatte: &#8221; &#8230; ist es\n\t\t\tauch f\u00fcr die Verwaltung selbst sinnvoll, regelm\u00e4\u00dfig Daten zu sammeln und Rechenschaft \u00fcber\n\t\t\tdie erreichen Erfolge und bestehende Defizite zu geben. Ein Klimaschutzbericht kann diese Anforderungen erf\u00fcllen\n\t\t\tund sollte daher herausgegeben werden&#8221; (Vorlage an den Umweltausschuss Nr. 1997\/4269 v. 16.12.1997).<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem &#8220;<strong><em>Umweltbericht 1998<\/em><\/strong>&#8221; beziffern die Stadtwerke Bochum GmbH die Reduzierung der\n\t\t\tKohlendioxid-Emissionen im Jahre 1998 auf 298.019 t CO<sub>2<\/sub> (gegen\u00fcber 1997) und kumuliert auf ca.\n\t\t\t1,3 Mio. t seit 1994, also seit dem Beitritt der Stadt zum Klimab\u00fcndnis der St\u00e4dte.<\/p>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte so zu dem Eindruck kommen, dass die Stadt Bochum einschlie\u00dflich der Stadtwerke auf dem\n\t\t\tbesten Wege ist, das selbst gesteckte Klimaschutzziel einer Halbierung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen bis zum Jahr\n\t\t\t2010 zu erreichen. Doch dieser Eindruck tr\u00fcgt. Die Gesch\u00e4ftsberichte der Stadtwerke Bochum GmbH (f\u00fcr\n\t\t\t1992 und 1998) weisen die Absatzentwicklung f\u00fcr Strom, Gas, Fern- und Nahw\u00e4rme (in Mio. kWh) f\u00fcr\n\t\t\tdie Jahre 1992 bis 1998 aus (Stadtwerke Bochum GmbH: Bochumer Energiekonzept, S. 82; Gesch\u00e4ftsbericht 1998,\n\t\t\tS. 35):<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>\n\t\t\t\t\t\t&nbsp;<strong>Stadtwerke Bochum: Absatzentwicklung an nutzbarer Energie<\/strong>\n\t\t\t\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t&nbsp;\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t1992\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t 1994\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t 1998\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\tVer\u00e4nderung in %\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\tStrom\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t1.320,7\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t1.448,9\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t1.576,2\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t&nbsp;\n\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\tGas\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t2.534,1\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t2.533,9\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t2.645,4\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t&nbsp;\n\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\tFernw\u00e4rme\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t447,9\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t439,8\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t485,0\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t&nbsp;\n\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\tNahw\u00e4rme\n\t\t\t\t\t\t\t\t&nbsp;\n\t\t\t\t\t\t\t\t&nbsp;\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t128,3\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t&nbsp;\n\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t<strong>Summe<\/strong>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<strong> 4.302,7<\/strong>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<strong> 4422,6<\/strong>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<strong> 4834,9<\/strong>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<strong>+ 12,4<\/strong>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><em>Fazit und Schlussfolgerungen:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der leitungsgebundene Energieabsatz der Stadtwerke hat von 1992 bis 1998 um \u00fcber 12% zugenommen. Nimmt\n\t\t\tman diesen Energieabsatz der Stadtwerke \u2013in Ermangelung gesicherter Gesamtdaten f\u00fcr Bochum- vorl\u00e4ufig\n\t\t\tals Indikator f\u00fcr den Energieverbrauch in Bochum und damit einhergehend f\u00fcr die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen\n\t\t\t<a href=\"http:\/\/www.bo-alternativ.de\/Klimaschutzkonzept.htm#1\">(1)<\/a> , so <strong>sind<\/strong> <strong>die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen seit der Vorlage des Bochumer Energiekonzeptes\n\t\t\tund trotz vielf\u00e4ltiger Bem\u00fchungen zur Energie-einsparung und \u2013umstellung um mehr als den Anteil gestiegen,\n\t\t\tum den sie bis 2000 h\u00e4tten sinken sollen (- 12,1%)<\/strong><a href=\"http:\/\/www.bo-alternativ.de\/Klimaschutzkonzept.htm#2\">(2)<\/a>. Dieser Trend wird noch erheblich\n\t\t\tverst\u00e4rkt durch die notwendige Einbeziehung des Verkehrssektors: denn sowohl der PKW- als auch der LKW-Verkehr\n\t\t\tin Bochum haben seit 1992 deutlich zugenommen, mithin auch die verkehrsbedingten CO<sub>2<\/sub>-Emissionen, mit\n\t\t\tweiterhin steigender Tendenz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die bisherigen Ma\u00dfnahmen der Stadtwerke und der Stadtverwaltung Bochum haben insgesamt keinen Schutz\n\t\t\tdes Erdklimas zu bewirken vermocht. Eine einfache Fortschreibung dieser Ma\u00dfnahmen zur Energieeinsparung und\n\t\t\tzum Klimaschutz wird daher die notwendige Trendwende bei den CO<sub>2 <\/sub>\u2013Emissionen nicht herbeif\u00fchren\n\t\t\tk\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Neuansatz bei den Klimaschutzanstrengungen in Bochum tut also not,<\/strong> sowohl im Energie- als auch im\n\t\t\tVerkehrsbereich. Und dies umso mehr, als gerade in j\u00fcngster Zeit alarmierende Warnsignale f\u00fcr die schon\n\t\t\teingetretene Klimaerw\u00e4rmung bekannt werden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Schon in den vergangenen 25 Jahren stieg die Durchschnittstemperatur um zwei Grad hochgerechnet auf ein ganzes\n\t\t\t\tJahrhundert (FR vom 24.2.00).\n\t\t\t\t<\/li><li>Die Eisdecke der Erde, vor allem in den Polar-Regionen- schmilzt so stark wie nie zuvor seit Beginn der Messungen\n\t\t\t\tim 19. Jahrhundert. Das Eis der Arktis schmilzt j\u00e4hrlich um eine Fl\u00e4che von der Gr\u00f6\u00dfe Nordrhein-Westfalens.\n\t\t\t\t(FR vom 8.3.00)\n\t\t\t\t<\/li><li>Nach Einsch\u00e4tzung von Klaus T\u00f6pfer, dem Direktor der UN-Umweltorganisation UNEP und fr\u00fcheren\n\t\t\t\tBundesumweltminister (CDU), sind die Sintflut von Mosambik oder die D\u00fcrre am Horn von Afrika weitere Zeichen\n\t\t\t\teines Klimawandels, der wesentlich durch die Industriestaaten mit ihrem erh\u00f6hten Kohlendioxidaussto\u00df\n\t\t\t\tverursacht sei. Klaus T\u00f6pfer dazu: <strong><em>&#8220;Der Kontinent ist Opfer einer \u00f6kologischen Agression.&#8221;<\/em><\/strong>\n\t\t\t\t(FR vom 13.3.00)\n\t\t\t\t<\/li><li>1990 betrug der CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df pro Kopf und Jahr der Bochumer Bev\u00f6lkerung 12,6 t (Bochumer\n\t\t\t\tEnergiekonzept, S.25). Zum Vergleich: Deutschland 12,0 t, China 2,0 t, Indien 0,7 t, Brasilien 1,4 t, Spanien 5,9\n\t\t\t\tt. Seit 1990 ist die Bev\u00f6lkerungszahl im Versorgungs-gebiet der Stadtwerke Bochum gesunken, die CO<sub>2<\/sub>-Emission\n\t\t\t\tpro Kopf weiter angestiegen.\n\t\t\t<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Zahlen verdeutlichen, wieweit Bochum von dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und dem gleichen Recht\n\t\t\taller Menschen auf Umweltnutzung entfernt ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><br>\n\t\t\tMa\u00dfnahmenvorschl\u00e4ge:<br>\n\t\t\t<br>\n\t\t\t<\/em><\/strong>Verabschiedung eines <strong><em>Klimaschutzkonzeptes<\/em><\/strong> durch den Stadtrat bis Herbst 2001 (insb.f\u00fcr\n\t\t\tdie Bereiche Energie und Verkehr):<br>\n\t\t\t\n\t\t\t<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Inauftraggabe eines <strong><em>Klimaschutzgutachtens<\/em><\/strong> im Fr\u00fchjahr 2000\n\t\t\t\t\tEin wesentlicher Bestandteil eines solchen Gutachtens m\u00fcsste die Erstellung einer Energie- und CO<sub>2<\/sub>-Bilanz\n\t\t\t\t\tf\u00fcr Bochum sein; dazu kommen m\u00fcsste ein umsetzungsorientiertes, auf einzelne Akteursgruppen zugeschnittenes\n\t\t\t\t\tHandlungskonzept.\n\t\t\t\t\t<\/li><li><strong><em>Klimaschutzberichterstattung<\/em><\/strong>:\n\t\t\t\t\t&#8211; Stadtwerke und Stadtverwaltung sollten \u2013gest\u00fctzt auf eine aktuelle Energie- und CO<sub>2<\/sub>&#8211; Bilanz-\n\t\t\t\t\tdie Erfahrungen mit dem Bochumer Energiekonzept auswerten, insb. aufzeigen, worin die eklatante Zielverfehlung\n\t\t\t\t\tbegr\u00fcndet liegt.\n\t\t\t\t\t&#8211; Ein regelm\u00e4\u00dfiger (zweij\u00e4hriger) Klimaschutzbericht der Stadtverwaltung\/Stadtwerke soll als\n\t\t\t\t\tControlling f\u00fcr die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes der Stadt dienen und dieses gleichzeitig fortschreiben.\n\t\t\t\t\t<\/li><li>Eine <strong><em>AG Klimaschutz<\/em><\/strong> (die Bereiche Energie und Verkehr umfassend) mit Mitgliedern aus Stadtwerken,\n\t\t\t\t\tStadtverwaltung, BOGESTRA, VertreterInnen der Bochumer Wirtschaft, Aktiven des Agenda-Prozesses u.a. k\u00f6nnte\/sollte\n\t\t\t\t\tdie o.g. Ma\u00dfnahmen begleiten und weiterhin als Impulsgeber wirken.\n\t\t\t\t<\/li><\/ol>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>\nAnmerkungen:<br>\n\t\t\t1 Nat\u00fcrlich muss methodisch beachtet werden, dass der Stadtwerkeabsatz nur einen Teil des\n\t\t\tBochumer Energieverbrauchs darstellt, dass zwischen Nutzenergie, Endenergie- und Prim\u00e4renergieabsatz unterschieden\n\t\t\twerden muss und zwischen ihnen Entkopplungsprozesse stattfinden k\u00f6nnen. Dennoch geben die Stadtwerkedaten\n\t\t\teinen ersten Hinweis auf die tats\u00e4chlich Lage beim Energieverbrauch und den CO<sub>2<\/sub>&#8211; Emissionen. Um\n\t\t\teinen gesicherten Gesamt\u00fcberblick zu erhalten, ist eine wissenschaftlich fundierte Energie- und CO<sub>2<\/sub>-Bilanz\n\t\t\tf\u00fcr ganz Bochum vonn\u00f6ten.<br><br>\n\t\t\t2 Die Stadtwerke Bochum umgehen in ihrem &#8220;Umweltbericht 1998&#8221; (S.22) dieses Problem,\n\t\t\tindem sie das CO<sub>2<\/sub>&#8211;<br>\n\t\t\tReduktionsziel des Bochumer Energiekonzeptes einfach bis zum Jahre 2005 fortschreiben.\n\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6KOREGIO-B\u00fcro f\u00fcr \u00f6kologische Wirtschafts- und Regionalentwicklung, Bochum , Eckhard Stratmann-Mertens , Schadowstr. 12a , 44801 BochumTel.\/Fax: 0234-387470 , E-mail: Stratmann-Mertens@gmx.de Eine Welt \u2013 Bochum: \u00dcberlegungen zu einem Klimaschutzkonzept 2010 , (Stand 28.3.2000) ( von bo-alternativ.de ) Seit Januar 1994 ist die Stadt Bochum Mitglied im &#8220;Klimab\u00fcndnis der europ\u00e4ischen St\u00e4dte mit indigenen V\u00f6lkern der Regenw\u00e4lder\/Alianza del [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[155,104,103,95,137,129,125],"tags":[],"class_list":["post-3348","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-relevant-boklima","category-oeffentlich-fuer-alle-site-besucher-lesbar","category-status-zur-sichtbarkeit","category-aktuell","category-aktuell-allgemein","category-co2","category-klima-schutz-themen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/work.boklima.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3348","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/work.boklima.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/work.boklima.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/work.boklima.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/work.boklima.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3348"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/work.boklima.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3348\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8665,"href":"https:\/\/work.boklima.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3348\/revisions\/8665"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/work.boklima.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3348"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/work.boklima.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3348"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/work.boklima.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}